Heute war es soweit! Der langersehnte Urlaub mit Freunden konnte beginnen.

Um halb 10 Uhr trafen wir uns bei uns zu Hause, packten alles in das Auto (und das waren 4 große Koffer, 4 Personen und Handgepäck) und fuhren nach Wien – Schwechat zum Flughafen.

Schon bald ging es los, leider saßen wir auch im Flugzeug nicht nebeneinander. Die fehlende Motivation bei Hofer-Reisen sich um solche „Kleinigkeiten“ zu kümmern war scheinbar nicht sehr groß. Immerhin haben wir – schon sehr viel vorher – auch bekannt gegeben, dass wir zusammen den Urlaub verbringen wollen. Gleicher Bus, gleiches Hotel, etc. Doch als wir unsere Reiseunterlagen eine Woche vor Reiseantritt zugesandt bekamen, stellten wir fest, dass wir in Bus 2 saßen und unsere Freunde in Bus 1. Die täglichen Anrufe bei der angegebenen Hotline führten zu nichts, außer dass ich jetzt viele Namen von den Telefonisten kenne. 😀

Also gut.

In Ivalo angekommen suchten wir sofort unseren Reiseleiter. Dort fielen mir auch sofort zwei weitere bekannte Gesichter auf: Wörchachwalder hatten sich auch hierher verirrt. Es kam noch besser: Sie saßen im Bus genau vor uns!

Der Reiseleiter Christian Schörkhuber machte einen eher verschlafenen und ruhigen Eindruck. Dennoch erklärte er uns ziemlich bestimmt, wie die Sache hier ablaufe – also die Grundregeln (Pünktlichkeit, Zusammenhalt, …). Aber er war sehr bemüht als ich ihm erzählte, dass unsere Bekannten im anderen Bus sitzen.

In Saariselkä angekommen gingen wir sofort zum Abendessen. Es gab ein riesiges Buffet mit Fischlaibchen oder Hendlhaxerl, dazu Reis und Gemüse, Gemüsesuppe, Salate und Nachtisch. Das Dessert habe ich leider nicht mehr genossen, weil mein lieber Mitreisender einen ziemlichen Stress gemacht hat. Er wollte rasch das Zimmer beziehen. Wobei… Zimmer stimmt gar nicht. Aber das wussten wir im Vorhinein ja nicht. Wir bekamen eine ganze Wohnung! 2 Schlafzimmer (jeweils mit Klo und Waschbecken), Wohnzimmer mit Kamin, Küche, Badezimmer mit Sauna und Trocknungsschrank und riesigem Balkon. Zuerst dachte ich, wir müssten uns das alles mit anderen Reisenden teilen. Aber… wir hatten diesen Luxus ganz für uns alleine – Gegensatz zu unseren Freunden, die hatten nur ein kleines Zimmer. 🙂

Nach dem ersten Einrichten und Orientieren trafen wir unsere Freunde und spazierten in der Gegend herum. Es gab eine riesige Langlaufloipe (aper versteht sich, es ist Sommer) und viele kleine Wanderwege. Wir folgten einem zwischen den Mooren und Bächen und Seen hindurch. Am Wegrand standen viele kleine Holzhütten, in die man einfach so hineingucken konnte. In einer Hütte (die haben alle so ein Kegel-Dach) glühte in der Mitte der Feuerstelle noch ein Holzscheit. Ich mit meiner Zündelvorliebe versuchte natürlich das Feuer wieder zu entfachen. Es gelang mir auch und da sah ich, dass der Rauch einfach durch ein Loch in der Mitte des Daches ganz oben abzog. Außen war eine Metallverkleidung angebracht, die sich allerdings im Wind drehte. Voll faszinierend.

Mit der Zeit machten wir mit den typischen Landstieren Finnlands Bekanntschaft: Gelsen. *grrrr* Diese sind wesentlich größer und resistenter als bei uns. So leichte Tatscherl, wie ich es von zu Hause gewohnt bin, überlebten die leicht! Mistviecherl! Aber das Anti-Gelsen-Mittel verrichtete gute Dienst, obwohl es schon ziemlich lange über dem Ablaufdatum ist. 🙂

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