Je weiter wir südlich kommen, umso mehr Freizeit haben wir und können die Abende mit Freunden bei einem Gläschen Bier (sauteuer) genießen. Aber wir haben ja Urlaub, da darf man das schon mal. 😉

Heute versprach uns Christian 3 Überraschungen. Und wir lieben Überraschungen. Eine, die nur wir machen und 2 die wahrscheinlich auch andere Busse machten. Wir waren gespannt.

Unser erster Halt war bei einem Parkplatz, wo die Felsen mit Gurten dekoriert sind. Irgendein Künstler hat sich hier von der Muse küssen lassen und hat sich ausgetobt. Naja, über Geschmack lässt sich streiten… Dann folgte schon die erste Überraschung, zu der wir haarscharf pünktlich kamen. Oder sagen wir so: Der Fährmann legte für uns eine kleine Zusatzschicht ein, sonst hätten wir warten müssen, bis er seine Mittagspause beendet hätte. Aber so durften wir eine Überfahrt mit der Fähre genießen. Heiße 3 Minuten dauerte sie. Schon toll, wie man sich über selbst so kurze Kleinigkeiten freuen kann, noch dazu zahlten wir – als Gäste – keinen Cent dafür. Christian und Franz sponserten das… war ja gratis. 😉

Der nächste Stopp war in Savonlinna, in der wir wieder unsere Freunde aus Bus 1 trafen. Wir warteten ewig auf unser Essen, aber das machte nicht sooooo viel, es war nämlich leider etwas trüb und regnerisch. Und so sahen wir uns den Markt eher im Eilzugstempo an und wollten dann einen Blick auf die mächtige Burg Olavinlinna werfen. Leider übersahen wir dabei vollkommen die Zeit und unsere Freunde mussten wieder zurück zum Bus. So versuchten Ron und ich die Zeit totzuschlagen, immerhin war es nicht soooooo lustim im Regen herumzulatschen. Beim Markt trafen wir wieder unsere Freunde von Bus 2/Reihe 1. 😀 Natürlich beim Kaffetrinken. Da gesellten wir uns gerne dazu und kosteten diese herrlichen „Krapfen“. Lecker!

Pünktlich zurück beim Bus ging es auch schon weiter nach Punkaharju. Das ist ein Überbleibsel von einer Gletschmuräne und genau darauf haben sie eine Straße gebaut. Links und rechts nur Wasser. An der schmalsten Stelle misst der Untergrund nur 5m, das heißt es passt genau die Straße darauf und dann ist schon Wasser! Und genau dort erwartete uns die 2. Überraschung. Wir bogen ab auf einen Parkplatz, der auf einem Felsen war und konnten uns die alten Festungen der Finnen gegen die Russen angucken. Schon ein bisschen ein komisches Gefühl, wenn man sich die Stollen und Schlafstellen so ansieht. Also mir wird da immer ganz gruselig-kalt!

Dann ging es weiter über diese schöne Straße bis nach Kerimäki, denn dort steht die größte Holzkirche der Welt. Aber nicht nur das, von außen sieht sie schon groß aus, aber gut, gemauerte Kirchen gibts in jeder Größe, denn im Inneren sieht man erst ihre wahre Schönheit. Bis oben hin sind jede Menge kleine Details und Holzschnitzerein/-arbeiten erkennbar. Also das ist schon voll faszinierend. Die zwei großen Holzöfen, die links und rechts vom Gang stehen werden leider nicht benutzt, weil die Hitzeentwicklung doch zu gefährlich werden könnte. Somit ist diese Kirche nur eine Sommerkirche, weil man sich im Winter sprichwörtlich den A*** abfriert. Nur an Heiligabend ist die Kirch geöffnet und alle Menschen kommen mit Kerzen in die Kirche. Davor stehen schon mal sicherheitshalber fast alle Feuerwehrwägen der Umgebung. 😉 Ansonsten gibt es für die Wintermessen eine eigene kleinere Kirche, die direkt an die große Kirche angebaut wurde, da muss man nur einmal rundherum gehen, sieht man sie schon.

Und nur so nebenbei, die Legende, dass die Kirch so groß ist, weil man sich in den Einheiten Metern und Fuß vertan hat ist falsch! Die Kirche wurde deswegen so großzügig angelegt, weil der damalige Pfarrer wollte, dass alle Menschen Platz haben.

Wieder im Bus freuten wir uns schon auf die dritte Überraschung. Was konnte das wohl sein. Franz und Christian waren wieder so selbstlos und finanzierten die Gratiseinlage. Wir fuhren zu einem Staudamm, der einmal am Tag für Touristen 20 Minuten geöffnet wird. Und dann brausen 500.000 Liter pro Sekunde eine kleine Schlucht hinunter. Dazu wird eine spezielle Musik gespielt, die man allerdings bei dem Getose des Wassers eh nicht wirklich hört. Dennoch finde ich dieses Spektakel total arg. Wohlwissend, dass wir auf der sicheren Seite stehen (oben auf der Brücke) reißt einen die Gewalt des Wassers förmlich mit. Da musste ich daran denken, wie es in Österreich wohl gerade zugeht… Faszinierend, solange man sicher ist.

Danach ging es direkt ins Hotel bzw. bekamen wir – wie immer – eine kurze Stadtführung per Bus zur leichteren Orientierung. Ich find unsere 2 Chefs so cool… Abschiedsgeschenk ist ja auch schon im Entstehen… *hihihi* Bin schon gespannt, was sie dazu sagen!

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