von John Irving (1990) im Diogenes Verlag, Zürich.

Durch Zufall sprach ich vor langer, langer Zeit mit einer Freundin über Abtreibungen. Und so kam es, dass sie mir dieses Buch empfahl und es mir auch gleich borgte. 😉

Nach langer, langer Zeit war ich nun auch endlich „erschöpft“ genug, es zu Ende zu lesen. Es fehlte ja nicht mehr viel und nach Budapest war ich so fertig und marod, dass ich mich einfach aufs Sofa legte (meine Katze genoss die vermehrte „Aufmerksamkeit“ nach meiner Abwesenheit) und las, las, las.

Gleich vorweg… ich lese normal keine Romane. Aber dieser hier… so langweilig der Inhalt manchmal auch war, es ist hervorragend geschrieben, sodass man eigentlich gar nicht mehr aufhören kann!

Die Geschichte beginnt 192irgendwas in einem Waisenhaus. Der dortige Arzt Dr. Larch führt heimlich die illegalen Abtreibungen durch. Er führt auch das Waisenhaus und so kommen Mütter zu ihm, die ihr Kind abgeben wollen (diese bleiben einen Tag) und welche, die ihr Kind loswerden wollen (diese bleiben nur über Nacht).

Ein Junge, Homer Wells, hatte mit seinen Adoptivfamilien leider kein Glück und so kam er immer wieder zurück, sodass die Krankenschwestern schon sagten, er gehöre einfach zu Haus. So beschloss Dr. Larch dem Jungen aufzutragen, sich nützlich zu machen, da er ohnehin bereits zu den Ältesten zählte.

Dies war nun etwas, das Homer mit Begeisterung und Perfektion ausführte. Er war so geschickt in dem, was er tat, dass er sogar schon Abtreibungen und Geburten ohne medizinische Ausbildung bewerkstelligen konnte. Allerdings war er gegen das illegale Geschäft. Mit Melony, auch einer älteren Waise, machte er seine ersten persönlichen sexuellen Erfahrungen, abseits der Medizin.

Eines Tages kam ein junges Paar, welches eine Abtreibung wollte. Da Homer etwa im selben Alter war, freundeten sie sich an und so kam Homer das erste Mal weg vom Waisenhaus. Er arbeitete hart auf den Apfelplantagen, besuchte das College und wurde sogar (heimlich) Vater.

Als nun die Zeit vorangeschritten war, und Dr. Larch bereits in den 90ern war, standen eine Menge Veränderungen ins Haus. Denn… Dr. Larch hatte von Anfang an einen sehr perfiden Plan ausgeklügelt, der nun an der Zeit war, in die Tat umgesetzt zu werden.

Und so kam es, wie es kommen musste: Homer Wells, der einfach ins Waisenhaus von St. Cloud’s gehörte, kehrte etliche Jahre später wieder zurück, diesmal als Dr. Fuzzy Stone.

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